E-Rechnung Software Vergleich 2026: Die 6 besten Tools im Test
Die E-Rechnung ist da. Und plötzlich schießen Software-Anbieter wie Pilze aus dem Boden. Von komplett kostenlos bis zur High-End-ERP-Lösung ist alles dabei. Aber was brauchen Sie wirklich?
Wir vergleichen die Landschaft für 2026 und zeigen, wo Sie sparen können und wo Sie investieren sollten.
Schnellüberblick: 6 E-Rechnung-Tools 2026 im Vergleich
| Tool | Format (XRechnung/ZUGFeRD) | DATEV-Export | Freemium | Stärke |
|---|---|---|---|---|
| Factora | XRechnung 3.0.2 + ZUGFeRD | ✅ | ✅ (5/Monat) | Spezialist für E-Rechnung, maximale Einfachheit |
| Lexware Office | XRechnung + ZUGFeRD | ✅ (DATEV-Standard) | ❌ Testphase | Großer Funktionsumfang, Lohn optional |
| sevDesk | XRechnung + ZUGFeRD | ✅ | ❌ Testphase | Modernes UI, starke Steuerberater-Tools |
| WISO MeinBüro | XRechnung + ZUGFeRD | ✅ | ❌ | Etablierter Allrounder mit Banking |
| FastBill | XRechnung + ZUGFeRD | ✅ | ❌ Testphase | Solider Mittelklasse-Anbieter |
| easybill | XRechnung + ZUGFeRD | ✅ | ❌ Testphase | Schlanke Bedienung, fairer Einstieg |
Stand Mai 2026. Quellen: Anbieter-Websites sowie der unabhängige sevdesk-Vergleich 2026 (Testsieger sevDesk Note 1,1 / Lexware Office Note 1,2).
Die Kostenlosen: Für den Start & Wenig-Schreiber
Es gibt tatsächlich Möglichkeiten, E-Rechnungen zum Nulltarif zu erstellen. Diese eignen sich für Unternehmen, die nur 1-3 Rechnungen im Monat schreiben.
1. PDF24 & Co. (Tools)
Wer kennt nicht die PDF-Converter? Viele bieten jetzt “In ZUGFeRD umwandeln” an.
- Vorteil: Komplett kostenlos, keine Anmeldung.
- Nachteil: Extrem mühsam. Sie müssen Daten oft manuell eintippen. Keine Speicherung, keine Kundendatenbank, keine Archivierung!
- Urteil: Nur für den absoluten Notfall geeignet. Risiko bei der GoBD-Archivierung!
2. staatliche Portale (z.B. ELSTER)
Über die ELSTER-Plattform können E-Rechnungen oft zumindest visualisiert (gelesen) werden.
- Vorteil: Offiziell und sicher.
- Nachteil: Bedienung oft spröde (“Amts-Deutsch”), keine “schönen” Rechnungen mit Design.
3. Freemium-Tarife (sevDesk, Factora & Co.)
Viele Anbieter haben einen dauerhaft kostenlosen Tarif.
- sevDesk: Bietet oft kostenlose Testphasen oder E-Rechnungs-Generatoren.
- Factora: Unser Anspruch ist es, kleinen Unternehmen den Einstieg so leicht wie möglich zu machen.
- Vorteil: Professionelles Ergebnis, meist inkl. Kundendatenbank.
- Limit: Oft begrenzt auf z.B. 3 Rechnungen pro Monat.
Die Premium-Klasse: Wann lohnt sich das Bezahlen?
Sobald Sie mehr als 5 Rechnungen im Monat schreiben oder Personal haben, rechnet sich eine Bezahl-Software fast immer durch die Zeitersparnis.
Kriterien für den Vergleich
- Format-Flexibilität: Kann die Software XRechnung und ZUGFeRD? (Wichtig für Mischkunden).
- DATEV-Schnittstelle: Der “Goldstandard”. Wenn Sie Daten direkt an den Steuerberater senden können, sparen Sie Jahresabschlusskosten.
- Automatisierung: Wiederkehrende Rechnungen (Abos), automatisches Mahnwesen.
- Banking: Ist das Bankkonto verknüpft? Werden Zahlungseingänge automatisch erkannt?
Marktüberblick 2026
- Lexware Office (ehem. lexoffice): Der Platzhirsch. Sehr solide, sehr großer Funktionsumfang, DATEV-Integration top, optional Lohnabrechnung. Preislich im Mittelfeld. Fühlt sich manchmal etwas “groß” an für Solopreneure.
- sevDesk: Der Herausforderer. Modernes Design, intuitiv, starke Tools für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Im sevdesk-eigenen Vergleich 2026 als Testsieger mit Note 1,1 ausgewiesen.
- WISO MeinBüro: Etablierter Allrounder mit Banking-Integration. Gute Wahl für Selbstständige, die Rechnung und Banking in einem Tool wollen.
- FastBill: Solider Mittelklasse-Anbieter mit klassischem Funktionsumfang und DATEV-Anbindung.
- easybill: Schlanke Bedienung, fairer Einstiegspreis. Fokus auf Rechnungserstellung ohne überladenen ERP-Anspruch.
- Factora: Der Spezialist für E-Rechnung. Fokus auf maximale Einfachheit und Compliance (XRechnung 3.0.2). Wir versuchen nicht, ein komplettes ERP zu sein, sondern die beste Rechnungssoftware. Perfekt für alle, die “nur Rechnungen schreiben” wollen, aber das richtig.
ROI-Rechnung: Lohnt sich das Abo?
Eine durchschnittliche Papierrechnung kostet Unternehmen ca. 8-12 Euro an Prozesskosten (Drucken, Kuvertieren, Briefmarke, Zeit zur Post, Ablage). Eine E-Rechnung kostet ca. 1-2 Euro Prozesskosten.
Beispiel: Sie schreiben 20 Rechnungen im Monat.
- Ersparnis Prozesskosten: ca. 150-200 Euro / Monat.
- Kosten Software-Abo: 15 Euro / Monat.
Fazit: Die Software bezahlt sich von selbst, sobald Sie auch nur wenige Rechnungen schreiben. Der größte Fehler ist es, aus falscher Sparsamkeit (“Ich mach das mit Word und einem kostenlosen Konverter”) Stunden an kostbarer Arbeitszeit zu verschwenden. Welche Fehler sonst noch teuer werden, zeigt unser Artikel E-Rechnung Fehler vermeiden. Factora kostenlos testen – 5 Rechnungen pro Monat, dauerhaft gratis.
Letzter Faktencheck: Mai 2026. Preise und Funktionen der genannten Anbieter können sich ändern — bitte vor der Auswahl auf den jeweiligen Anbieter-Seiten prüfen.
Häufig gestellte Fragen
Welche E-Rechnung Software ist 2026 die beste?
Es gibt nicht die eine beste Software — es kommt auf den Anwendungsfall an. Für klassische Buchhaltung mit großem Funktionsumfang sind Lexware Office und sevDesk etabliert. Für reine, compliance-konforme E-Rechnungen mit minimaler Komplexität ist Factora konzipiert. Wer 1–3 Rechnungen im Monat schreibt, kommt mit Freemium-Tarifen aus.
Welche Software hat die beste DATEV-Schnittstelle?
Lexware Office ist langjähriger DATEV-Partner mit tiefer Integration; sevDesk bietet ebenfalls einen ausgereiften DATEV-Export. Beide gelten als Standard für die Zusammenarbeit mit Steuerberatern. Factora exportiert DATEV-konform, fokussiert sich aber auf den E-Rechnungs-Kern.
Was kostet eine E-Rechnung Software 2026?
Der Markt liegt überwiegend zwischen 10 und 30 Euro pro Monat. Solide Basislösungen starten ab ca. 10–15 €/Monat, ausgewogene Tarife mit DATEV-Anbindung und Banking liegen bei 16–30 €/Monat. Es gibt zudem dauerhaft kostenlose Freemium-Tarife (z. B. Factora Free) mit limitierter Rechnungsanzahl.
Reicht ein kostenloses Tool für die E-Rechnungspflicht?
Für 1–3 Rechnungen im Monat können Freemium-Tarife ausreichen — sofern sie XRechnung 3.0.2 oder ZUGFeRD 2.x in einer aktuellen Version erzeugen und eine GoBD-konforme Archivierung sicherstellen. Reine PDF-Konverter sind kein Ersatz, weil Archivierung und Kundendatenbank fehlen.